Vorschau und Saisonziel der Fußballherrenmannschaft des
TSV Neubiberg I in der Saison 2010/2011



Tief durchgeatmet haben sie beim TSV als die vergangene Saison endlich überstanden und am vorletzten Spieltag der harte und belastende Abstiegskampf erfolgreich beendet war. Die Saison 2009/10 verlief für den TSV I nämlich ähnlich wie die Weltmeisterschaft für zahlreiche etablierte Nationen. Abstiegssorgen, Verletzungssorgen, Personalprobleme und Offensivsorgen – das Wort Sorgen begleitete die Kicker von der Zwergerstraße mit ihrem Trainerstab durch eine Runde die nur von wenigen Lichtblicken umrahmt wurde. Uns hat die Konstanz gefehlt. Die Mannschaft fand aufgrund des andauernden Personalwechsels keinen Rhythmus, sagt das Trainergespann Oliver Dorstewitz / Benjamin Huber.

„Zurück zu alter Stärke“ lautet daher das inoffizielle Motto des neuen Projektes 2010/11 in dem die Neubiberger auch auf den aktuellen Trend „Jugendstil“ setzen wie die Neuzugänge zeigen. Nach der kurzen fußballlosen Zeit die uns heuer durch die Weltmeisterschaft in Südafrika bescherte wurde sind wir trotzdem schon wieder voll mit dem „Endlich-geht-es-wieder–los Virus“ infiziert sagen die beiden Verantwortlichen Übungsleiter, denn der TSV I geht mit dem bisherigen Trainergespann Oliver Dorstewitz und Benjamin Huber auch in die neue Saison und zeigt damit Kontinuität aber auch Dialogfähigkeit was die Verantwortlichkeit für die erste Herrenmannschaft betrifft. Abteilungsleiter Paul Lerner erhofft sich von den Beiden in der neuen Saison dass sie diese Kontinuität auch auf die Mannschaft übertragen können und sich die Achterbahnfahrt des letzten Jahres nicht wiederholt.

Zur Zielsetzung gefragt gibt man sich beim TSV zunächst einmal bescheiden kennt man die Stärken und Schwächen der neuen Spielgruppe, der Kreisklasse Gruppe 6 der sogenannten „Landgruppe“ zu wenig. Wir wollen einfach möglichst frühzeitig den Klassenerhalt sichern und uns dann Schritt für Schritt in der neuen Spielgruppe, der man erstmals seit acht Jahren wieder angehört, etablieren so das Trainergespann. Die Grundlagen dafür sind aufgrund der zahlreichen Neuzugänge nicht schlecht. Der TSV verstärkte sich im Sommer mit den Spielern Stefan Bauderer, Christopher Rainer, Klaus-Dieter Schulze und Zaryan Nury Rashid vom TSV Ottobrunn. Manuel Borges vom SV Heimstetten. Ibrahim Karakas und Salim Seger von der SpVgg Höhenkirchen. Ethem Perovic von der SpVgg Feldmoching. Thomas Pfeffer vom SV Otzing sowie den innaktiven Karel Lasak und Carsten Lidl. Den Verein verlassen haben mit unbekanntem Ziel Christopher Grill und Mike Paulick.

Vieles hängt davon ab wie schnell die Verjüngung der Mannschaft gelingt, sich also die Nachwuchskicker ins Mannschaftsgefüge integrieren lassen und wir von Verletzungssorgen endlich einmal verschont bleiben, so die Coachs. Denn einige müssen sich noch auf das höhere Tempo einstellen, außerdem mangelt es noch an der Übersicht beim letzten Pass und an der Ruhe beim Abschluss. Deshalb rechnet man beim TSV auch nicht mit einem Blitzstart. „Wir werden uns sicher im Lauf der Saison steigern“ so Abteilungsleiter Paul Lerner der seine Mannschaft aber immer im sicheren Bereich der Tabelle sehen möchte auch wenn der Aufstieg bestimmt nicht das Ziel ist, denn dazu sind die finanziellen Mittel der Abteilung zu bescheiden.

Durch den Aufstieg der beiden führenden Teams in der abgelaufenen Saison bietet sich auf den ersten Blick in der Kreisklasse Gruppe 6 nicht sofort ein Favoritenteam an. Die Frage ist dabei, ob die letztjährigen Spitzenteams wie z.B. der SV Anzing oder der TSV Haar auch heuer wieder um einen Platz an der Sonne mitspielen können. Dies wird sich im Verlauf der Saison ebenso zeigen wie das Abschneiden des letztjährigen Tabellendritten der Kreisklasse Gruppe 5, des FC Dreistern, der zusammen mit den Neubibergern der neuen Spielgruppe zugeteilt wurde. In wie weit die Reservemannschaften des Bayernligisten SV Heimstetten, des Landesligisten FC Falke Markt Schwaben und des Bezirksoberligisten SC Kirchheim in das Aufstiegsgeschehen eingreifen werden hängt sicherlich auch vom Nachschub aus der ersten Mannschaften ab. Die Klasse sucht also noch den Superstar bzw. die Supermannschaft aus einem auf den ersten Blick sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld.

Für den TSV I gilt es abschließend erst einmal abzuwarten wie schnell es dem Trainerteam gelingt das vorhandene Potential zu einer schlagkräftigen, stimmigen und hierarchischen Einheit zu formen. Denn die Neubiberger Befindlichkeiten waren immer schon Teamwork und interne Kommunikation. Eitelkeiten müssen einfach hinten angestellt werden. Das heißt, man muss auch einfach einmal einen Meter mehr laufen, wenn der Mitspieler einen Zweikampf verloren hat oder das Gespräch suchen wenn einem der Schuh drückt um ähnliche Zustände wie zum Ende der letztjährigen Vorrunde im Vorfeld erst gar nicht aufkommen zu lassen.






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